veröffentlicht in Deutschland, Europa, Video
Schlagwörter ,

exploring feet on the Top of Germany

“Wir gehen auf den Mount Everest!” war Marité’s Ansage! Die Entscheidung fiel letztlich aber auf die Zugspitze, the Top of Germany – 2962m! Wir fangen bescheiden an!

Das Expeditionsteam wurde gebildet, der Aufstiegstermin definiert und so ging es am 10.8.2013 über die Wiener Neustädter Hütte und den Stöpselzieher zur Gipfelbesteigung. Angereist am Tag zuvor in Garmisch-Partenkirchen trafen wir uns morgens um 8:15 Uhr mit Gregor, unserem Bergführer an der Zahnradbahn am Eibsee (1000m ü. Meeresspiegel). Dort trafen wir die letzten Vorkehrungen und packten Sicherheitsgurte, Seile, Karabiner und Helme ein. Beeindruckt vom wunderschönen Eibsee ging’s dann zeitig hoch zum Riffelriß (1640m), um von dort die Expedition zu starten.

Bestens gelaunt, hoch motiviert und bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir über die Grenzschneise Deutschland – Österreich den Einstieg zum ersten Klettersteig. Hier bekamen wir zum ersten Mal ein Gefühl dafür, was uns in den nächsten Stunden erwarten würde. Das Gelände wurde immer felsiger, der Abhang und der Weg immer steiler und die Schweißtropfen immer zahlreicher. Begleitet von dem ständigen Klicken der Karabiner, erreichten wir um 11:45 Uhr die Wiener Neustätter Hütte. Nach einer kurzen Rast machten wir uns über Schnee und Geröll auf den Weg zum Stöpselzieher, einem beeindruckenden Felsmassiv, das wir erklimmen mussten. Im Klettersteig wurde uns nun alles abverlangt. Mal gesichert, mal ungesichert, aber immer steil bergauf, kamen wir dem Gipfel Höhenmeter um Höhenmeter näher.

Dabei hatte jeder – im wahrsten Sinne des Wortes – sein Päcken zu tragen: Mangelnde Sauerstoffsättigung, leichte Höhenangst oder immer stärker werdende Rückenschmerzen. Die Ansage über die letzten 200 Höhenmeter wurde zelebriert, das wohlverdiente kühle Radler und der Gipfel kamen immer näher. Sechs einhalb Stunden später auf der Aussichtsterrasse angekommen brannten Kehle und Oberschenkel und innerlich feierte jeder seinen eigenen kleinen Triumph.

Aber die Besteigung war noch nicht 100% komplett – es fehlte noch die allerletzte Überwindung: der Gang über eine völlig überlaufende und sehr rutschige Passage zum Gipfelkreuz auf einem sehr schmalen Grad. Dutzende Bergsteiger schoben aneinander vorbei und kraxelten gleichzeitig über Leitern hoch und runter. Der Ansturm raubte einem den letzen Nerv, aber das Foto mit dem Gipfelkreuz war ein absolutes Muss! Völlig egal, dass aufgrund tiefhängender Wolken weder die Höllentalschlucht noch der Eibsee zu sehen waren. Selten hat das anschliessende Radler bei rund 4 Grad in luftiger Höhe so gut geschmeckt! Wirklich genießen konnten wir unseren Triumph jedoch nicht, denn die letze Gondel ging um 16.45h. Die Zeit drängte. Tickets gabs pro Person für 29€ – eine absolut lohnenswerte Investition! Weniger schön, wir wurden eingepfercht wie Zuchtschweine – einige stanken auch so – aber dafür stimmte das Tempo.

Keine 10 Minuten später standen wir erschöpft aber überglücklich und vor allem eine unvergessliche Erfahrung reicher auf dem Parkplatz, den Blick knapp 2000 Meter in die Höhe gerichtet: heute morgen war die Zugspitze noch unser “Gegner” gewesen, jetzt unser Freund. Expedition Zugspitze completed.

Whats next, team?

Music in the video: ‘Don’t look down’ by Spin. Courtesy of BeatPick.com

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *