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Be(ijing) a star for one day!

Die Verbote Stadt, die Chinesische Mauer, das Olympia Zentrum… alles interessante Orte, die definitiv besichtigt werden müssen. Besonders die große Mauer ist beeindruckend und fasziniert mich noch heute.

Aber an was ich zu allererst denke, wenn ich an Peking denke, ist so offensichtlich, wie nichts anderes in diesem riesigen Land: Die Menschen!! Und davon so viele, dass man manchmal verzweifelt.
Tausende Chinesen um einen herum, die aus jeglichen Provinzen des Landes kommen. Denn einmal im Leben muss jeder Chinese in Peking gewesen sein.

Wenn nun diese Chinesen, die aus den tiefsten Provinzen angereist sind, auf einen 1,85m großen, blonden, hellhäutigen Europäer treffen, dann ist das Hollywood-Spektakel angerichtet.
Man kann sich so richtig wie ein Filmstar aus Hollywood fühlen und darf definitiv nicht erwarten, wie ein normaler Touri behandelt zu werden. „Unerkannt“ durch die Massen zu wandern ist nicht möglich. Kaum 5 Minuten vergehen, ohne von irgendwelchen chinesischen Familien oder Schulklassen angesprochen und nach einem Foto gefragt zu werden.

Bei meiner ersten Begegnung dieser Art war meine Verwirrung immens. So kam eine chinesische Familie in der Metro-Station wild gestikulierend auf mich zu. Aufgrund der Sprachprobleme (die Chinesen die ich kennengelernt habe, sprechen extrem schlecht Englisch und schon gar keine anderen Sprachen), musste man sich mit Händen und Füßen verständigen. Der Vater zeigte immer wieder auf mich, dann auf seine Kamera und dann auf seine beiden Kinder. Endlich kam mir die Idee: Die wollen bestimmt ein Familienfoto, welches ich machen sollte. Die Frage nur: WARUM in einer stinknormalen Metro-Station? Als ich nach der Kamera greifen wollte, guckten mich alle erstaunt an. Dieses Missverständnis wurde schnell gelöst: Man stellte einfach die chinesischen Kinder neben den großen Europäer, grinst, zeigt nochmal den obligatorischen Daumen nach oben und die Fotosession kann beginnen.

Den Höhepunkt meiner Star-Karriere erlebte ich im Vogelnest, dem Nationalstadion der Olympischen Spiele. Zwei Stunden Aufenthalt und untertriebene 200 Fotos mit Familien, Einzelpersonen und Schulklassen. Wer dieses Spektakel erleben und dazu noch unendlich viele begeisternde Sehenswürdigkeiten sehen will, sollte unbedingt nach Peking reisen.

Tipp: Taxis halten nie an großen Straßen. Man sollte immer in die kleinen Gassen neben den großen Einkaufspalästen oder Sehenswürdigkeiten gehen. Bis ich das herausgefunden hatte, war eine Stunde vergangen und hunderte grinsende Chinesen haben sich über den dummen, gestressten Europäer lustig gemacht.

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